Werkstattsoftware kostenlos: was Sie wirklich gratis bekommen
„Kostenlos" bedeutet bei Software vier sehr unterschiedliche Dinge — von der 14-Tage-Testphase bis zum dauerhaft nutzbaren Gratis-Tarif. Diese Seite erklärt die Unterschiede, zeigt offen, was der kostenlose Starter-Tarif von Schraubertermin enthält, und wo seine Grenzen liegen.
Keine Kreditkarte, keine Einrichtungsgebühr, keine automatische Umwandlung in einen bezahlten Tarif.
Kurzfassung
- Achten Sie auf die Art des Gratis-Angebots: Testphase, Gratis-Tarif, werbefinanziert oder Open Source unterscheiden sich wirtschaftlich fundamental.
- Ein Gratis-Tarif ist nur dann verlässlich, wenn klar ist, wie er finanziert wird — und wenn Ihre Daten nicht Teil des Geschäftsmodells sind.
- Der Starter-Tarif von Schraubertermin läuft nicht ab und wandelt sich nicht automatisch in ein Abo. Begrenzt ist die Buchungszahl pro Monat.
- Open Source ist lizenzkostenfrei, aber nicht betriebskostenfrei: Server, Backups und DSGVO-Verantwortung liegen bei Ihnen.
Vier Arten von „kostenlos"
Wer nach kostenloser Werkstattsoftware sucht, landet auf Angeboten, die wirtschaftlich kaum etwas gemeinsam haben. Der Unterschied entscheidet darüber, ob Sie in drei Monaten noch kostenlos arbeiten — oder vor der Wahl zwischen Zahlung und Datenverlust stehen.
Befristete Testphase
Voller Funktionsumfang für 14 oder 30 Tage, danach ist eine Zahlung fällig. Der verbreitetste Fall bei Branchensoftware.
- Haken:
- Nach Ablauf oft kein Zugriff mehr auf die eingegebenen Daten. Häufig wird bereits bei der Anmeldung eine Zahlungsmethode verlangt.
- Passt für:
- Betriebe, die eine Entscheidung schon getroffen haben und nur noch prüfen wollen.
Dauerhaft kostenloser Tarif
Ein reduzierter Tarif ohne Zeitlimit. Begrenzt wird über Mengen — etwa Buchungen pro Monat — oder über Zusatzfunktionen.
- Haken:
- Prüfen Sie die Mengengrenze gegen Ihr tatsächliches Volumen, sonst ist der Tarif nach zwei Wochen praktisch wertlos.
- Passt für:
- Einzelbetriebe und Werkstätten, die schrittweise digitalisieren wollen.
Werbe- oder datenfinanziert
Die Nutzung ist gratis, finanziert wird über Werbung oder die Vermarktung von Nutzungs- und Kundendaten.
- Haken:
- Bei Kundendaten Ihrer Werkstatt ist das nicht nur unangenehm, sondern datenschutzrechtlich Ihr Problem — Sie bleiben Verantwortlicher.
- Passt für:
- Für Werkstattdaten aus unserer Sicht keine tragfähige Grundlage.
Open Source / Selbstbetrieb
Die Software selbst ist frei verfügbar und wird auf eigener Infrastruktur betrieben. Keine Lizenzkosten, volle Kontrolle.
- Haken:
- Server, Updates, Backups, Ausfallsicherheit und DSGVO-Pflichten liegen vollständig bei Ihnen.
- Passt für:
- Betriebe mit eigener IT-Betreuung und dem Wunsch nach maximaler Datenhoheit.
Der kostenlose Starter-Tarif im Detail
Schraubertermin gehört in die Kategorie „dauerhaft kostenloser Tarif". Der Starter-Tarif ist keine Testphase: Er läuft nicht ab und wandelt sich nicht automatisch in ein Abo. Begrenzt ist die Zahl der Buchungen pro Monat, nicht die Nutzungsdauer.
Enthalten
- Öffentliches Werkstattprofil mit Adresse, Öffnungszeiten und Leistungen
- Online-Terminbuchung rund um die Uhr mit Echtzeit-Verfügbarkeit
- Terminkalender mit Tages-, Wochen- und Monatsansicht
- Kunden- und Fahrzeugakte inklusive Terminhistorie
- Automatische Buchungsbestätigungen per E-Mail
- QR-Code-Check-in für die Fahrzeugannahme
- Bewertungen von Kunden inklusive Antwortfunktion
- Auffindbarkeit über die Werkstattsuche auf Schraubertermin.de
Aktuelle Grenze: 10 Buchungen pro Monat, bis zu 3 Services.
Nicht enthalten
- Höheres Buchungsvolumen — die monatliche Buchungsgrenze ist der eigentliche Unterschied zu den bezahlten Tarifen.
- Detaillierte Auswertungen — Umsatz- und Auslastungsstatistiken sind ab dem Professional-Tarif verfügbar.
- SMS-Erinnerungen — separates Add-on, da pro Nachricht echte Versandkosten entstehen.
- Module wie Hebebühnenplanung, Video-Check oder DATEV-Export — monatlich zubuchbar, unabhängig vom Tarif.
- API-Zugang — für Anbindungen an DMS oder Buchhaltung, Enterprise-Tarif.
Diese Punkte sind bewusst offen benannt: Ein Gratis-Tarif, der alles kann, wäre keiner.
Kostenlos oder bezahlt — wo liegt die Grenze?
Die Frage ist nicht, welcher Tarif mehr Funktionen hat, sondern ab wann der Gratis-Tarif Ihren Betrieb ausbremst. Diese vier Signale sprechen für ein Upgrade — vorher nicht.
Sie erreichen die Buchungsgrenze regelmäßig
Das ist das ehrlichste Signal: Wenn online mehr gebucht wird als der Tarif zulässt, verdient die Software bereits ihr Geld. Vorher ist ein Upgrade reine Vorsorge ohne Gegenwert.
Mehrere Personen arbeiten mit dem System
Sobald Annahme und Werkstatt getrennt arbeiten, brauchen Sie eigene Zugänge statt eines geteilten Logins — schon aus Nachvollziehbarkeitsgründen.
Sie wollen Entscheidungen mit Zahlen begründen
Auslastung je Wochentag, Umsatz je Service, Anteil der No-Shows: Solche Auswertungen ändern die Terminplanung messbar. Ohne sie planen Sie nach Gefühl.
No-Shows kosten Sie erkennbar Geld
Terminerinnerungen per SMS sind der wirksamste Hebel gegen nicht erschienene Kunden. Rechnen Sie den Ausfall gegen die Add-on-Kosten — die Rechnung geht meist schnell auf.
Was kostet der nächste Schritt?
Der günstigste kostenpflichtige Tarif liegt aktuell bei 29 € pro Monat, monatlich kündbar und ohne Einrichtungsgebühr. Zum Vergleich: Ein einziger nicht angenommener Auftrag pro Monat kostet einen Betrieb in der Regel ein Mehrfaches davon.
Preise ansehenUnd was ist mit Open-Source-Lösungen?
Freie Terminbuchungs- und ERP-Systeme lassen sich grundsätzlich für eine Werkstatt einrichten. Die Lizenz ist kostenlos — der Betrieb ist es nicht. Sie übernehmen damit Serverkosten, Updates, Backups, Ausfallsicherheit und die datenschutzrechtliche Verantwortung als Betreiber, inklusive technischer und organisatorischer Maßnahmen nach DSGVO.
Rechnen Sie realistisch: Ein kleiner Server, eine gepflegte Backup-Strategie und ein paar Stunden Wartung im Monat übersteigen die Kosten eines Cloud-Tarifs schnell — bei gleichzeitig fehlender Anbindung an einen Buchungs-Marktplatz. Für Betriebe mit eigener IT-Kompetenz kann es dennoch der richtige Weg sein. Für alle anderen ist ein gehosteter Gratis-Tarif der günstigere Einstieg.
Wie kann Software dauerhaft kostenlos sein?
Eine berechtigte Frage — die Antwort entscheidet mit, ob ein Gratis-Tarif verlässlich ist. Drei Modelle sind verbreitet, und nur eines davon ist für einen Werkstattbetrieb unproblematisch:
Testphase als Verkaufsinstrument
Die kostenlose Phase ist Teil des Vertriebsprozesses. Das ist legitim, aber es ist kein dauerhaft kostenloses Angebot — planen Sie die Kosten ab Tag 15 oder 31 ein.
Finanzierung über Daten oder Werbung
Wenn nicht erkennbar ist, wer für die Software zahlt, sind es häufig die Daten. Bei Kundendaten Ihrer Werkstatt sollten Sie das ausschließen — Sie haften als Verantwortlicher.
Quersubventionierung durch bezahlte Tarife
Der Gratis-Tarif wird von zahlenden Betrieben mitfinanziert. Das Interesse des Anbieters ist dann, dass Ihr Betrieb wächst — nicht, dass Ihre Daten verwertbar sind.
Bei Schraubertermin gilt das dritte Modell: Der Starter-Tarif finanziert sich über Betriebe, die später auf einen bezahlten Tarif oder Zusatzmodule wechseln. Werkstattdaten werden nicht verkauft und nicht für Werbezwecke Dritter genutzt — nachzulesen in der Datenschutzerklärung.
In vier Schritten kostenlos starten
- 1
Konto anlegen
Registrierung in unter zwei Minuten, ohne Kreditkarte und ohne Vertragslaufzeit.
- 2
Profil vervollständigen
Adresse, Öffnungszeiten, Leistungen und Preise eintragen. Erst mit vollständigem Profil erscheint die Werkstatt in der Suche.
- 3
Buchbarkeit prüfen
Eigenes Profil aufrufen und selbst einen Testtermin buchen. So sehen Sie den Ablauf genau wie Ihre Kunden.
- 4
Zwei Wochen parallel fahren
Neue Termine zunächst doppelt führen — Terminbuch und Software. Danach entscheiden Sie mit echten Zahlen, ob und wann ein Tarifwechsel sinnvoll ist.
Häufige Fragen zur kostenlosen Nutzung
Gibt es wirklich kostenlose Werkstattsoftware?
Ja, aber Sie sollten zwischen vier Modellen unterscheiden: befristete Testphasen, dauerhaft kostenlose Tarife mit Mengenbegrenzung, werbe- oder datenfinanzierte Angebote und Open-Source-Software zum Selbstbetrieb. Schraubertermin bietet einen dauerhaft kostenlosen Starter-Tarif mit Online-Terminbuchung, Kundenverwaltung und Werkstattprofil; begrenzt ist die Zahl der Buchungen pro Monat, nicht die Nutzungsdauer.
Was ist im kostenlosen Tarif enthalten?
Öffentliches Werkstattprofil, Online-Terminbuchung mit Echtzeit-Verfügbarkeit, Terminkalender, Kunden- und Fahrzeugakte, automatische Buchungsbestätigungen per E-Mail, QR-Code-Check-in und Bewertungen. Nicht enthalten sind detaillierte Auswertungen, SMS-Erinnerungen, API-Zugang und die Zusatzmodule.
Wird der kostenlose Tarif automatisch kostenpflichtig?
Nein. Der Starter-Tarif hat keine Laufzeit und wandelt sich nicht automatisch in ein Abo. Bei Erreichen der monatlichen Buchungsgrenze werden Sie darauf hingewiesen — ein Wechsel in einen bezahlten Tarif erfolgt nur, wenn Sie ihn selbst auslösen.
Brauche ich eine Kreditkarte für die Registrierung?
Nein. Für den kostenlosen Tarif werden keine Zahlungsdaten erhoben. Eine Zahlungsmethode wird erst hinterlegt, wenn Sie einen kostenpflichtigen Tarif oder ein Modul buchen.
Was passiert mit meinen Daten, wenn ich kündige?
Sie können Kunden-, Fahrzeug- und Buchungsdaten exportieren, und auf Verlangen werden die Daten gelöscht. Beides ist Teil der DSGVO-Rechte und in der Datenschutzerklärung geregelt. Klären Sie diesen Punkt bei jedem Anbieter vor der Anmeldung — er ist der wirksamste Hebel, den ein Anbieter gegen einen Wechsel in der Hand hält.
Ist eine kostenlose Lösung für eine kleine Werkstatt ausreichend?
Für Ein-Personen-Betriebe und kleine freie Werkstätten in der Regel ja, solange das Buchungsvolumen innerhalb der Tarifgrenze liegt. Die vier Bausteine Online-Terminbuchung, Kalender, Kundenakte und Buchungsbestätigung decken den Alltag ab. Erst mit mehreren Mitarbeitern an der Terminannahme oder dem Bedarf an Auswertungen wird ein bezahlter Tarif sinnvoll.
Lohnt sich eine kostenlose Open-Source-Lösung?
Nur mit eigener IT-Kompetenz. Die Lizenz ist kostenlos, der Betrieb nicht: Serverkosten, Updates, Backups, Ausfallsicherheit und die DSGVO-Pflichten als Betreiber liegen bei Ihnen. Hinzu kommt, dass eine selbst betriebene Lösung keine Auffindbarkeit über einen Buchungs-Marktplatz mitbringt.
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Ohne Kosten und ohne Risiko anfangen
Konto anlegen, Services eintragen, Profil online stellen — ab dann sind Sie rund um die Uhr buchbar. Ohne Kreditkarte, ohne Laufzeit, ohne Einrichtungsgebühr.